Die Gefahr im Briefkasten2016-11-09T14:45:07+00:00

Die Gefahr im Briefkasten

Betrug abseits des Internets

Fast schon täglich erhalten wir dubiose E-Mails, die uns dazu verleiten wollen, einen Anhang zu öffnen oder über einen Link bestimmte Daten einzugeben. Dahinter stecken oft kriminelle Absichten und es wird immer schwieriger, die gefälschten Mails von richtigen zu unterschieden. Mit diversen Sicherheitsvorkehrungen, etwas Vorsicht und einer gesunden Portion Skepsis können die meisten Betrugsversuche per Mail einfach gestoppt werden. Erfahren Sie mehr über gefährliche E-Mails und wie Sie sich schützen können hier.

Die Betrüger nutzen aber auch andere, klassische Mittel wie Fax oder Briefe. Denn während fremden E-Mails mit Rechnungen, Angeboten und der gleichen schon ein gewisses Misstrauen entgegen gebracht wird, sehen viele in den klassischen Kommunikationsmitteln wie Fax oder Brief keine Gefahrenquelle. Der gute, alte Brief gibt allein deshalb schon das Gefühl der Sicherheit, weil er physisch greifbar ist und offizieller als ein E-Mail wirkt. Und genau deshalb sind sie so gefährlich.

Betrug im Briefkasten

Von Anwaltsbrief bis Wirtschaftsregister – Die vielen Gesichter des Betrugs

Wie bei den E-Mails sind auch die Varianten im Offline-Betrug vielfältig und kreativ. Zudem wird die Qualität der gefälschten Nachrichten immer besser. Das Design ist einwandfrei gestaltet und alle Daten, welche ein seriöser Brief enthält, sind angegeben. Daher ist Vorsicht geboten. Hier ein paar Beispiele:

Fax Betrug Wirtschaftsregister

Fax-Betrug
Wirtschaftsregister

Eine besonders „beliebte“ und häufige Art des Offline-Betrugs sind Branchenbucheinträge oder sonstige Einträge in Register, wo man gebeten wird, bestehende Angaben zu aktualisieren bzw. zu bestätigen. Solche Nachrichten wirken vertraulich, da sie einen regionalen Bezug herstellen und vorgeben, bereits im Verzeichnis angeführt zu sein. Grundeintrag oder die Aktualisierung sei kostenlos. Klingt gut, denn schließlich will doch jedes Unternehmen von potenziellen Kunden gefunden werden. Eine schnelle Unterschrift auf dem vorausgefüllten Formular, zurück per Fax und nach ein paar Wochen kommt dann die überraschende Rechnung. Denn im Kleingedruckten des Formulars verbarg sich ein Zusatz, welcher eine Mindestvertragsdauer von mehreren Monaten und eine Jahresgebühr von mehreren hundert Euro festlegt. Ein klarer Fall von einem irreführenden Angebot. Man kann sich zwar mit rechtlicher Hilfe vom Vertrag lösen, ein genauer Blick im Vorhinein hätte aber den ganzen Ärger erspart.

Fake-Abmahnung Kanzlei Schmidt Berlin

Fake-Abmahnung
Kanzlei Schmidt Berlin

Eine andere Form des Betrugs spielt mit der Angst der Personen. Ein Beispiel sorgte vergangenen September sogar für große Schlagzeilen in den Medien. Getarnt als Berliner Anwaltskanzlei forderten die Betrüger Geld für einen angeblich illegal angeschauten Erotikfilm. Wegen der Verletzung des Urheberrechts wird mit einer Klage gedroht, aber man sei bereit, gegen eine kleine Summe die Sache außergerichtlich aus dem Weg zu schaffen. Da ein Rechtsstreit langwierig und teuer sein kann, sind viele UnternehmerInnen schnell verleitet, auf das Angebot einzugehen. Auch die Tatsache, dass niemals ein Erotikfilm konsumiert wurde, hält die vermeintlich Beschuldigten oft nicht von der Bezahlung ab.

Einfache Wege, wie Sie sich schützen können

Offline-Betrug richtet sich vor allem auf die Schwachstelle „Mensch“. Sie nutzen die Unwissenheit und den Zeitdruck der UnternehmerInnen und deren Angestellten aus, um sie in die Falle zu locken. Daher ist es wichtig, sich und seine MitarbieterInnen auf das Thema aufmerksam zu machen. Schon die Beachtung einfacher Grundregeln hilft, sich vor unliebsamen Überraschungen durch Offline-Betrug zu schützen:

  • Nie in Eile handeln:

    Im hektischen Alltag werden die Dinge gerne rasch erledigt. Kurz ansehen, schnell entscheiden, eine Unterschrift und fertig. Nächster Punkt. Aber auch wenn vieles schnell gehen muss, lesen Sie unbedingt Briefe und Faxe genau durch und achten Sie auf das Kleingedruckte! Sollten Sie wirklich keine Zeit haben, dann legen Sie das Schriftstück einfach zu Seite und nehmen sich später dafür einen Moment. Ein klarer Kopf entlarvt bereits viele kriminelle Absichten.

  • Recherchieren:

    Sie haben die Nachricht genau gelesen und sind sich dennoch unsicher? Dann recherchieren Sie einfach nach. In vielen Fällen hilft eine schnelle Suche über Google und man findet schon nach Sekunden heraus, ob es sich um einen Betrugsversuch handelt oder nicht. Auch die österreichische Website watchlist-internet kann hier helfen. Diese Plattform hat sich auf Betrugsfälle spezialisiert und informiert über aktuelle Bedrohungen. Die Zeit nachzusehen lohnt sich, denn der Aufwand danach, sollte man den Betrügern auf dem Leim gehen, ist wesentlich höher und vor allem teurer.

  • Expertenrat einholen:

    Genaues Durchlesen und Eigenrecherche haben nichts gebracht? Dann empfiehlt es sich, bevor man eine angebliche Strafe einzahlt oder ein fragwürdiges Angebot annimmt, Kontakt mit Experten aufzunehmen. Ihr Rechtsanwalt, Ihre Interessenvertretung in der Wirtschaftskammer oder der IT-Experte Ihres Vertrauens helfen hier weiter. Gerne können Sie sich auch an uns wenden. Unser GEKKO IT-Support ist 365 Tage im Jahr für Sie da. Entweder haben wir eine Antwort schon parat oder wir überprüfen die Nachricht und geben Ihnen anschließend Bescheid. Aber egal wen Sie fragen, fragen Sie lieber einmal öfter nach als einmal zu wenig.

Wissen ist Macht!

Die beste Vorkehrung, um gegen Betrug gewappnet zu sein, ist, informiert zu bleiben. Wir informieren regelmäßig unsere Kunden und Abonnenten über die aktuellen Bedrohungen. Hier können Sie unseren GEKKO Newsletter abonnieren! Teilen Sie dieses Wissen! Informieren Sie Ihre MitarbeiterInnen, KollegInnen und auch Geschäfts- und Handelspartner! So helfen Sie nicht nur einem vertrauten Geschäftspartner, Sie festigen auch die Beziehung zu diesem.

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Wir sind für Sie da!

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